„Spielen ist eine Beschäftigung, die man gar nicht ernst genug nehmen kann.“
(Jacques Cousteau)

Warum Spiele wie guter Kaffee sind…

Ein herber Espresso, ein cremiger Cappuccino oder ein süßer Latte Macchiato – wir alle trinken unseren Kaffee anders. Bei Brettspielen ist es genauso. Was uns gefällt, hängt von unseren persönlichen Vorlieben ab.

Ob ein Spieleabend gemütlich-entspannt, ein hochspannender Nervenkitzel oder ein lautstarkes Party-Duell wird, liegt selten am Thema oder der Schachtel – es liegt an den Spielmechanismen, die immer wieder unterschiedlich kombiniert werden. Sie zu kennen, erleichtert die Auswahl und das Regelverständnis.

Die folgende Liste bringt etwas Licht und Orientierung ins Dunkel der sich stetig vergrößernden Brettspielwelt ...

 

 

Brettspielmechanismen einfach erklärt

  • Auswählen (=Draften): gezieltes Auswählen von Spielkomponenten aus einer gemeinsamen Auslage
  • Arbeitereinsatz (=Worker Placement): Spielfiguren werden auf Aktionsfelder gesetzt, um diese zu nutzen und evtl. für andere zu blockieren
  • Rollenwahl (=Role Selection): Spieler wählen eine Rolle mit spezifischen Fähigkeiten für eine Runde
  • Handkartenmanagement (= Hand Management): Strategisches Ausspielen oder Behalten von Karten
  • Deckbau (=Deckbuilding): Spieler starten mit identischen Karten und kaufen im Verlauf bessere hinzu, um ihr Deck zu optimieren
  • Auslageausbau (Tableau Building): Karten werden vor einem Spieler ausgelegt und bieten dauerhafte Vorteile
  • Maschinenbau (=Engine Building): Eine Maschine aus Karten oder Effekten aufbauen, die mit der Zeit immer effizientere Kettenreaktionen auslöst
  • Plättchenlegen (=Tile Placement): Auslegen von Plättchen zu einem wachsenden Spielfeld oder einer Landschaft
  • Wegebau (=Route Building): Verbinden von Orten auf dem Spielplan
  • Würfeln und Schreiben (=Roll&Write): Würfel bestimmen, was auf einem Zettel gemalt oder geschrieben werden kann
  • Umdrehen und Schreiben (=Flip&Write): Karten werden umgedreht und bestimmen, was auf einem Zettel gemalt oder geschrieben werden kann
  • Gebietskontrolle (=Area Control): Kontrolle von Gebieten durch die meisten Spielfiguren oder Einflusspunkte
  • Abholen und Ausliefern (=Pick up and Deliver): Waren an einem Ort abholen und an einem anderen gegen Belohnung abliefern
  • Rondell: Aktionen sind auf einem Rad angeordnet, auf die man seine Figuren im Kreis zieht
  • Verdeckte Bewegung (=Hidden Move): Ein Spieler bewegt sich geheim (z.B. auf separatem Zettel), während die anderen ihn suchen
  • Kampagne: Spiel über mehrere Partien hinweg, bei dem sich Regeln oder die Geschichte verändern

  • Schlussfolgern (=Deduktion): Logisches Kombinieren von Hinweisen
  • Merken (=Memory): Informationen merken, die wieder verdeckt werden
  • Schätzen: Ungefähre Gebote ohne exaktes Wissen abgeben
  • Glück&Risiko (=Push your Luck): Glück herausfordern – Weitermachen, um noch mehr zu gewinnen oder alles zu verlieren
  • Stichspiel (=Trick-Taking): Ein Spieler spielt eine Karte aus, die anderen müssen bedienen. Wer den höchsten Wert oder Trumpf gelegt hat, bekommt die Karten
  • Erzählen (=Storytelling): Geschichten werden aktiv durch die Spieler gestaltet / erzählt
  • Set-Sammeln (=Set Collection): Gruppen zusammengehöriger Gegenstände (Karten, Ressourcen) sammeln, um Punkte zu erzielen oder Aktionenen freizuschalten